Valentinstag: So feiert die Verliebten weltweit

Valentinstag: So feiert die Verliebten weltweit

Der 14. Februar gilt weltweit als Tag der Verliebten. Millionen Paare auf der ganzen Welt feiern an diesem Tag sich und ihre Liebe. Und der ein oder andere findet auch endlich den Mut, einem besonderen Menschen seine Gefühle zu gestehen. Rosen, Schokolade, Herzen: Es ist ein Tag voller Romantik und Liebe – nicht nur in den USA oder Deutschland. Wir nehmen euch heute mit auf eine kleine Weltreise: So feiern die Verliebten weltweit Valentinstag!

Valentinstag auf der ganzen Welt und in Italien

 

Italien: Die Wurzeln des Valentinstags

Italiener gelten nicht ohne Grund als die Meister der Romantik: Auch am Valentinstag haben sie eine paar besonders romantische Traditionen. Besonders beliebt ist das gemeinsame Anbringen eines Liebesschlosses. Das sind kleine Vorhängeschlösser, auf denen die Initialen der Liebenden und der Jahrestag eingraviert werden. Die Liebesschlösser werden meist an Brücken oder Geländern abgeschlossen. Der Schlüssel landet daraufhin im Fluss, denn das Schloss soll die ewige Liebe symbolisieren.

In Italien liegen auch die historischen Wurzeln des Valentinstags: Bischof Valentin aus Terni verheiratete im 3. Jahrhundert Verliebte – obwohl ihm das verboten war! Als Geschenk erhielten die frisch Vermählten auch gleich noch einen Blumenstrauß aus dem bischöflichen Privatgarten. Der Obrigkeit waren die eigenmächtigen Vermählungen des Bischofs ein Dorn im Auge. Es kam, wie es kommen musste: Am 14. Februar des Jahres 269 wurde Valentin zur Strafe hingerichtet.

 

China: Ein einsames Paar in den Sternen

Das chinesische Pendant zum Valentinstag heißt Qixi und wird immer am 7. Tag des 7. Monats des chinesischen Mondkalenders gefeiert. An diesem Tag im August erinnern sich die Chinesen an eine alte Legende: Nur an diesem einen Tag dürfen die beiden Liebenden, ein Kuhhirte und eine Weberin, für eine einzige Nacht im Himmel zusammen sein.

Doch auch der westliche Valentinstag erfreut sich in China einer immer größeren Beliebtheit. Blumen, Süßkram und Karten gehören zu den beliebtesten Geschenken, die sich verliebte Chinesen am 14. Februar schenken.

Valentinstag auf der ganzen Welt und in Japan

 

Japan: Unmengen an Schokolade

Beim japanischen Valentinstag gibt es eine wichtige Besonderheit: Nicht die Männer beschenken ihre Frauen sondern andersherum. Es gibt auch keine Blumen, sondern ausschließlich Schokolade. Und damit gehen sie alles andere als geizig um: Nicht nur Partner und Ehemänner erhalten ein Präsent, auch Arbeitskollegen und Vorgesetzte werden reichlich beschenkt.

Damit die Frauen aber nicht zu kurz kommen, haben die japanischen Männer einen Monat später Gelegenheit, sich zu revanchieren: Am 14. März, dem sogenannten „White Day“ verschenken die Männer weiße Schokolade an die Frauen.

Die Menge und Qualität der Schokolade, die ein Mann erhält, ist in Japan ein klares Zeichen für seine Beliebtheit. Das kann aber auch anstrengend und teuer werden: Denn am „White Day“ muss ein reich mit teurer Schokolade beschenkter Mann auch ebenso viel Süßwaren zurückschenken – sonst blamiert er sich! Auch für Frauen ist es eine Herausforderung, die richtige Menge zu finden, um den Chef nicht zu beleidigen, es aber auch nicht zu übertreiben.

 

Südkorea: Ein Tag nur für einsame Singles

Auch in Südkorea beschenken sich die Menschen am Valentinstag und am White Day. Zusätzlich gibt es in Südkorea aber noch den sogenannten „Black Day“. Der wird am 14. April begangen und ist für alle Singles gedacht und all jene, die am 14. Februar und am 14. März leer ausgingen. Wer ohne Geschenk blieb, der isst am 14. April als Zeichen seiner Einsamkeit demonstrativ Jajangmyeon (자장면) – das sind Nudeln mit schwarzer Soße. Auch schwarze Kleidung ist an diesem Tag beliebt. So beklagen die koreanischen Singles – nicht ganz ernst gemeint – ihr Leid über den fehlenden Partner.

Und weil den Südkoreanern diese drei Tage noch nicht genug waren, haben sie einfach jeden 14. des Monats der Liebe gewidmet. Das resultiert in kreativen Festtagen wie dem „Rose Day“, dem „Silver Day“ oder dem „Hug Day“.

Valentinstag in der ganzen Welt auch in Brasilien

Brasilien: Der heilige Heiratsvermittler

Die brasilianische Version des Valentinstags findet am 12. Juni statt. Dann feiern die Brasilianer den „Dia dos Nomerados“. Das kommt vielen sehr gelegen, denn Mitte Februar ist das ganze Land im Samba-Fieber – zwischen den vielen Karnevalsparaden wäre wohl gar keine Zeit mehr für traute Zweisamkeit und romantische Dates.

Am Dios dos Nomerados machen sich die Liebespaare – wie am Valentinstag – kleine Geschenke in Form von Blumen und Karten. Der Tag geht zurück auf den Heiligen Antonius von Padua, der in seinen Predigten stets die Bedeutung der Liebe und der Partnerschaft betont hatte. Ihm zu Ehren wird jedes Jahr am 12. Juni das brasilianische Fest der Liebe gefeiert.

Der Heilige Antonius hilft übrigens noch heute bei der Partnersuche: Wer möchte, kann eine Single-Wallfahrt nach Padua unternehmen. In Brasilien trägt Antonius deshalb auch den Spitznamen „Santo Casamenteiro“ – was so viel bedeutet wie „heiliger Heiratsvermittler“.