Geboren und aufgewachsen in einer multikulturellen Familie – wir stellen vor: Dienstleister des Monats, Herrn Delshad!

Geboren und aufgewachsen in einer multikulturellen Familie – wir stellen vor: Dienstleister des Monats, Herrn Delshad!

Da er im vergangenen Monat viele Übersetzungsaufträge und sogar einen Telefondolmetschauftrag für uns übernommen hat, haben wir Herrn Delshad für den Monat September zum Dienstleister des Monats gekürt.
Das lingoking-Team gratuliert Ihnen herzlich und bedankt sich für die angenehme Zusammenarbeit mit Ihnen, die immer sehr unkompliziert war.

Herr Delshad, könnten Sie sich bitte kurz vorstellen?

Aber gern doch, den Nachnamen Delshad kennen die Leser ja bereits. Mit Vornamen heiße ich Farshid Daniel. Der Zweitname Daniel sagt bei Deutschsprachigen vielleicht nicht viel aus, aber den Persern bzw. Iranern wird beim Hören des Zweitnamens unmissverständlich klar, dass der Namensbesitzer jüdischer Herkunft ist; was u.a. implizieren könnte, dass ich in einer durchaus heterogenen Gesellschaft geboren und aufgewachsen bin, die vor allem von diversen Sprachen und Kulturen geprägt war und ist. Denn wir sprechen hier von meiner Ex-Heimat Iran.

Wie kam es dazu, dass Sie als Übersetzer und (Telefon-)Dolmetscher arbeiten?

Ich bin seit mehr als 18 Jahren als  Kulturwissenschaftler in sozialen Einrichtungen, Asylzentren und als Universitätsdozent und Übersetzer für mehrere West‐ und Ostsprachen an diversen universitären, außeruniversitären, privaten und öffentlichen Institutionen und NGOs im Iran, in Georgien, den USA, Deutschland und der Schweiz tätig. Als staatlich geprüfter Dolmetscher und Übersetzer für Arabisch, Persisch, Kurdisch, Französisch, Russisch und Englisch bin ich deutschland‐ und schweizweit bei diversen öffentlichen Einrichtungen wie Polizeidirektionen und Bundesbehörden sowie nicht-staatlichen Organisationen wie Human Rights Watch, Amnesty International und  Deutsches und Schweizerisches Rotes Kreuz tätig gewesen. Ich beschäftige mich daher mit den meistgefragten Sprachen im Zusammenhang mit Asylbewerbern und Migrationsbereichen aus dem Nahen und Mittleren Osten und Zentralasien, die ich sowohl in Wort als auch in Schrift exzellent beherrsche.

Welche Verbindungen haben Sie zu den Sprachen in die Sie übersetzen und dolmetschen?

Geboren und aufgewachsen in einer multikulturellen Familie persisch-jüdisch-sephardischer Herkunft im Iran, besuchte ich nach der Sekundarschule das zweisprachige englische Gymnasium British Council mit Schwerpunkt englische und persische Sprach- und Literaturwissenschaften. Der Besuch dieser Schule zusammen mit Armeniern, Briten, Persern, Arabern, Kurden, Türken, Franzosen und Schülern mit anderen ethnischen Wurzeln, aber auch mein sprachlich enorm heterogenes Umfeld gaben mir die ersten bis heute andauernden Impulse und die überaus starke Motivation, Sprachen zu meiner Leidenschaft zu machen. Aus diesen Gründen und wegen meines großen persönlichen Interesses an der Linguistik und an den Sprachen und Kulturen des Vorderen Orients nahm ich das Studium der Orientalistik auf und vervollständigte im Anschluss meine akademische Ausbildung im Bereich Historisch-Vergleichende Linguistik und Komparatistik an der Universität Teheran. Danach kamen die Studienjahre als Doktorand und Postdoktorand an den internationalen Universtäten in Georgien, Russland, Ägypten, Deutschland, der Schweiz, Frankreich, Grossbritannien und den USA.

Welche Dienstleistungen bieten Sie an?

Aufgrund meiner mehrsprachigen Kompetenz biete ich zurzeit lingoking und anderen Unternehmen europaweit Übersetzungen, Konferenz- und Simultandolmetschen sowie Teledolmetschen für Persisch, Arabisch, Russisch, Georgisch, Französisch und Englisch an.

Seit wann übernehmen Sie für lingoking Projekte und wie sind Sie auf uns aufmerksam geworden?

Helfen Sie mir bitte auf die Sprünge, denn ich schaue ganz ungern zurück … bin nicht gut in Zahlen, aber ich denke, seit einem Jahr oder vielleicht mehr? Ich denke, lingoking hat mich gefunden 🙂 was ich auch sehr schätze.

Welches Projekt hat Ihnen bis jetzt am besten gefallen und wieso?

Es klingt etwas ungewöhnlich, aber ich mag es, wenn ich unter Zeitdruck arbeiten muss und freue mich, wenn ich post quem höre, dass die Leistung überdurchschnittlich gut war. Vor Kurzem bekam ich einen Auftrag für die Übersetzung einer Broschüre, eine Art Wegweiser für Flüchtlinge, der ihnen dabei helfen sollte, ihre ersten Schritte in einem neuen Land – hier Deutschland – mit Erfolg zu bewältigen. Die Arbeit und das Projekt waren außerordentlich sozial gedacht und ich habe diese deutsch-persische Übersetzung sehr gern erledigt.

Was schätzen Sie an der Zusammenarbeit mit lingoking besonders?

Die lückenlose Kommunikationskompetenz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei lingoking, ihre äußerst freundliche Kontaktaufnahme und die Transparenz, vor allem, wenn ich dieses Unternehmen mit anderen Übersetzungsgesellschaften vergleiche – und ich kenne viele.

Vielen Dank für das Interview und die gute Zusammenarbeit!